Immanuel Kant

Immanuel Kant, im Taufregister Emanuel, wurde 1724 in Königsberg geboren und war ein deutscher Philosoph der Aufklärung.

Immanuel Kant war das 4. Kind der Familie, wo vor allem die Mutter Bildung gegenüber sehr aufgeschlossen war. So kam Kant 1732 an das Collegium Fridericianum wo er gefördert wurde. Bereits 1740 kam er an die Albertina, die Universität in Königsberg, wo er sein Studium begann. Hier studierte er u. a. Mathematik, Physik, klassische Naturwissenschaften und Philosophie. Durch Martin Knutzen, seinen Professor in Metaphysik und Logik, wurde er mit den Lehren von Newton und Leibniz vertraut gemacht.

1746 veröffentlichte er „Gedanken von der wahren Schätzung der lebendigen Kräfte“. Da sein Vater in diesem Jahr starb, und sein Lehrer die Schrift nicht als Abschlusswerk anerkannte, unterbrach Kant sein Studium. Nun verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer bei dem reformierten Prediger Andersch in Judtschen, einer Schweizer Kolonie, die von meist französisch sprechenden Siedlern bewohnt wurde. Danach war er bis 1753 Hausleher auf einem Gut auf Groß-Arnsdorf. Seine dritte Stelle als Hauslehrer führte ihn wieder in die Nähe von Königsberg zur Familie Keyserlingk auf Schloss Waldburg-Capustigall.

1754 ging er zurück nach Königsberg und setzte sein Studium fort. Schon ein Jahr später veröffentlichte er seine erste wichtige Schrift „Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels“. Dem folgten „die ersten Grundsätze der metaphysischen Grundsätze“. So wurde er 1755 zum Privatdozenten. Er lehrte u.a. Physik, Mathematik, Natürliche Theologie und Geographie, wobei seine Vorlesungen ein reges Interesse fanden.

1759 schlug seine erste Bewerbung für einen Lehrstuhl in Logik und Metaphysik fehl. 1762 lehnte er einen Lehrstuhl für Dichtkunst ab. Von 1766 bis 1772 hatte er seine erste feste Anstellung als Unterbibliothekar der königlichen Schlossbibliothek. 1770, im Alter von 46 Jahren erhielt er den Lehrstuhl für Logik und Metaphysik an der Universität in Königsberg. 1786 und 1788 war er zudem Rektor der Universität. 1787 wurde Kant in die Akademie der Wissenschaften in Berlin aufgenommen. Die letzten 15 Lebensjahre verbrachte er in einem sich zuspitzenden Konflikt mit der Zensurbehörde.

Bis 1796 lehrte Kant weiter, musste sich jedoch religiöser Schriften enthalten. 1794 wurde ihm im Edikt des Kultusministers die „Herabwürdigung mancher Haupt- und Grundlehren der heiligen Schrift und des Christentums“ zur Last gelegt.

1804 starb er im Alter von fast 80 Jahren in Königsberg, wo er fast sein ganzes Leben verbracht hatte. Am Königsberger Dom befindet sich das Grabmal von Immanuel Kant.